Als New Yorker "Orchestral Rock Band" werden Emanuel and the Fear" bezeichnet - der orchestrale Sound versteht sich dabei durch eine 11-köpfige Bandbesetzung nahezu von selbst. Über den Terminus "Orchestral Rock" freilich läßt sich sicher lange debattieren. Letztlich fährt man mit "Independent" oder "Songwriter Pop mit großer Besetzung" auch ganz gut.
Emanuel
and the Fear - "Listen"
Wie auch immer, die Schubladensucher unter den Hörern und den Vermarktern werden schon (wie stets) etwas Geeignetes finden. Kommen wir doch mal zum Wesentlichen: "Listen", das sind neunzehn Songs, die vom Spaß an der Choreografie zeugen nicht umsonst heißt das erste Stückchen "The Introduction" und das drittletzte, dem sich noch zwei weitere anschließen, "The Finale".
Eine dunkle, düstere Grundstimmung bestimmt das Bild prägend ist der erstklassige Gesang von Emanual Ayvas, wobei der Text manchmal auch lediglich gesprochen wird. Ayvas ist die graue Eminenz hinter allen Songs. Aber auch den Instrumentalisten gebührt ein dickes Lob: Sie stellen die Einheit her aus Musik und Songtexten, die mit den unterschiedlichsten Stimmungen spielen, aus Geschichten, Melodien und Auseinandersetzungen mit den tragisch-schönen, den traurig-komischen oder den tiefsinnig-dramatischen Ereignissen des Lebens. Musik, die als Soundtrack, als Musical, als eigene Erlebniswelt verstanden werden kann und auf alle Fälle nie langweilig wird.
Carina Prange
CD: Emanuel and the Fear - "Listen" (Paper Garden Records PGR 009)
Emanuel and the Fear im Internet: www.emanuelandthefear.com
Paper Garden Records im Internet: www.papergardenrecords.com
Cover: Les Barbire