Mich erinnert das Album zunächst mal an die soulgetränkteren Alben von Freddie Hubbard oder Donald Byrd. Richtig groovy, mit einer starken Hand im Jazz, mit der anderen Hand am Puls des Soul. Retro irgendwie...
Jazul
- "That…"
Ingolf Burkhardt (Trompete, Flügelhorn, Vocals), Roland Cabezas (Gitarre, Vocals), Achim Rafain (Bass) und David Paulicke (Schlagzeug, Vocals) sind die deutschstämmigen Namen der Band, die so unglaublich international nach Jazzfunk, Jazzfusion und Soul klingt, dass es mir anfänglich die Sprache verschlägt.
Dieser gefühlsmäßige Höhenflug wird erst wieder mit dem ersten Gesangsstück des Albums, mit Stings "Fragilidad", auf den Boden der europäischen (deutschen), Jazztatsachen geholt. Denn das klingt zwar rund, hat aber weniger mit dem hinreißenden Jazzfunksoulgroove der ersten drei Titel gemein.
Das Album kommt zwar stellenweise auf diesen rettenden Soul zurück, bleibt aber überwiegend sicher im Hafen von Mainstream-Jazz mit einem Schuss Groove. Als Ganzes ergibt das schlicht zehn fesselnde Stücke Jazzgroove, der mal nicht mit Kopfschmerzimprovisationen liebäugelt, sondern sich das Fußwippen auf die Fahne geschrieben hat. Und das ist eine Menge wert!
Michael Arens
CD: Jazul - "That…" (C.A.R.E. Music Group 0198874GLA)
Jazul im Internet: www.jazul.com
C.A.R.E. Music Group im Internet: www.caremusicgroup.com
Cover:Sven Gordon Williams