Der tunesische Pianist Wajdi Cherif ist hier zu Lande ziemlich unbekannt und somit noch zu entdecken. Der 31-jährige, der seit geraumer Zeit in Frankreich lebt, erlernte bereits im zarten Alter von fünf Jahren das Klavierspiel. Später folgte ein Studium an der Bill Evans Piano Akademie in Paris.
Wajdi
Cherif - "Jasmine"
Mit "Jasmine" legt er nun ein weiteres, überaus interessantes Hörwerk vor. Sensibilität gepaart mit Können, auf diesen kurzen Nenner lässt sich die Musik des Pianisten bringen. Doch steckt viel mehr dahinter: Wajdi Cherif ist ein Meister auf den schwarz-weißen Tasten, der sich mit seinen Kompositionen nicht hinter denen der großen amerikanischen und europäischen Namen verstecken muss. .
Exotisch mag seine Klangwelt zuweilen anmuten, doch was Wajdi Cherif auf "Jasmine" zeigt, ist zeitloser, moderner Jazz an der Schnittstelle zwischen Abend- und Morgenland. Und davon lässt man sich gerne gefangen nehmen und tief in die Welt der Poesie von 1001 Nacht entführen.
Hermann Mennenga
CD: Wajdi Cherif - "Jasmine" (Wech Records)
Wajdi Cherif im Internet: www.wajdicherif.com
Wech Records im Internet: www.wechrecords.com
Cover: n.n.