Auf seiner bei JAZZsick erschienenen CD „There I go“ ist Roger Cicero im Verbund mit der Gruppe After Hours zu hören, und dieses Zusammentreffen kann man getrost als reinen Glücksfall bezeichnen. Im Gegensatz zur CD „Good morning midnight“ mit der Pianistin Julia Hülsmann, hat Cicero hier die Möglichkeit sich nach Herzenslust in seinen Ausdrucksmitteln frei zu bewegen...
Roger
Cicero & After Hours - "There I go"
War „Good morning midnight“ eher ein Konzeptalbum mit Gedichtvertonungen, so ist „There I go“ gerade das Gegenteil: von Hardbop à la Clifford Brown über die Beatles bis Abdullah Ibrahim, alias Dollar Brand, über Jean „Toots“ Thielemans bis Kurt Elling ist hier ein Stilmix vorhanden, von dem man auf den ersten Blick meinen könnte, das passe nicht zusammen.
Es liegt aber an den großartigen Musikern um Roger Cicero, aus diesem Silberling mehr zu machen als ein Schaulaufen durch die Jazzgeschichte. Dass dies gelingt, ist – wie schon gesagt – ein Glücksfall und eine Sternstunde für den deutschen Jazz zugleich.
Hermann Mennenga
CD: Roger Cicero & After Hours - "There I go"
(JAZZsick Records 0005012JS)
JAZZsick Records im Internet: www.jazzsick.com
Cover: n.n.