E-Bass-Ikone Wolfgang Schmid lässt es erneut „kicken“: nach dem 2002er „Special Kick“ ist es diesmal ein „Swift Kick“ mit dem er auf das Schienbein – oder vielmehr Tanzbein – des Hörers zielt.
Wolfgang
Schmid - "A Swift Kick"
Kein beiläufiger Schnellschuss, wie der Titel glauben machen könnte; Schmid und seine Mannen feuern ein stark verdichtetes Groovegewitter ab – dabei steht, trotz aller Virtuosität, stets die Songidee im Vordergrund. Im Team mit Drummer Marco Minnemann zeigt Schmid, wie eine Rhythmusgruppe zu funktionieren hat und lässt Bassistenaugen feucht werden.
Peter Wölpl an der Gitarre beweist, dass das Adjektiv „pyrotechnisch“ nicht nur den Amerikanern vorbehalten ist, weiß sich aber auch songdienlich zurückzuhalten. Die spezielle Note geben der Trompetensound und Rap-Gesang von Joo Kraus und das Saxophon von Libor Shima. Titel wie „Bratwurst Wonderland“ oder die Hinzunahme von „Johnny B. Goode“ (ja wirklich!) als Outro-Nummer zeugen dazu noch von Humor.
Mit einer satten Prise Rock wird ohne Angst vor Genregrenzen locker und impulsiv musiziert – Fazit: Rock-Jazz at its best.
Carina Prange
CD: Wolfgang Schmid - "A Swift Kick" (Skip Records SKP 9053-2)
Wolfgang Schmid im Internet: www.wolfgangschmid.com
Skip Records im Internet: www.skiprecords.com
Cover: Sabine Grudda