Sebastian Schunke - "Symbiosis"
Der Titel von Sebastian Schunkes Debüt-CD "Symbiosis" hätte nicht treffender gewählt werden können. Stellen hier doch Latin, Jazz und Klassik ein musikalisches Miteinander her, ohne gegenseitige Konkurrenz, bei gegenseitigem Nutzen. Schunkes Wurzeln liegen beim klassischen Klavier, seine Neigungen zum lateinamerikanischen Jazz entdeckte er als Zwölfjähriger via Platten von Eddie Palmieri und Tito Puente.
Sebastian
Schunke - "Symbiosis"
Nach dem Abschluß einer Ausbildung an der Berliner Musikhochschule "Hanns Eisler" führten ihn seine Wege zum Meltingpot New York. Namhafte Musiker der dortigen Latinszene lassen sich für sein ungewöhnliches Projekt begeistern: John Benitez (b), Richie Flores (congas, bongos, chekere, perc), Dafnis Prieto (dr), Antonio Sanchez (dr), Peter Brainin (ss, as) und Yosvany Terry (ss,as).
Die acht von Schunke komponierten Stücke lassen vergessen, wo seine Wiege stand. Dabei versteht er sich nicht als (Über-) Traditionalist sondern überzeugt mit einer neuen Interpretation des altehrwürdigen Montuno. Seine ungraden Metren formen einen Groove auf dem sich die überwiegend lyrischen Stücke, getragen von der treibenden Percussionarbeit der Rhythmsection, aufbauen.
"Symbiosis" ist für aufgeschlossene Liebhaber und Kenner der Latin- und Jazz-Szene garantiert ein Gewinn - Laien und Verehrer des "Buena Vista Social Clubs" seien gewarnt: Neue Hörerlebnisse garantiert!
Rainer Voss
CD: Sebastian Schunke - "Symbiosis" (Timba Records - Termidor)
Termidor im Internet: www.termidor.com
Cover: NN