John Scofield - "Works For Me"
Nachdem sich John Scofield sich auf "À Go Go" mit Hilfe der "Youngster" von Medeski, Martin & Wood - fast schon minimalistisch - in das Feld des absoluten Groove bewegt hatte, legte er mit "Bump" ein lautes, rockiges, funkiges Album hin. Nun ist er zu 'seiner' Essenz des Jazz zurückgekehrt: "Works For Me" ist Bebop - besser gesagt, "Post-Bop" - oder, mit Scofields selbstgewähltem Etikett versehen: "Straight-Ahead-Jazz".
John
Scofield - "Works For Me"
Für die Umsetzung seiner warmen, melodischen Kompositionen, aber auch rhythmisch-prägnanten Themen gelang es Scofield mal wieder, die genau passende Crew zusammenzutrommeln: den Saxophonisten Kenny Garrett, den Kontrabassisten Christian McBride und den altgedienten Meister an den Trommeln, Billy Higgins. Unter Hinzunahme von Brad Mehldau, dessen unvergleichliches Pianospiel sich auch hier locker und offen in den Gesamtkontext einfügt, ist ein ausgeglichenes, zart swingendes Album entstanden.
John Scofield beweist sich wieder mal als Allroundtalent - und hat mit "Works For Me" ein Werk geschaffen, daß den Anstoß bieten könnte, eine neue "Postbop"-Welle auszulösen. Jazz in Reinkultur - und doch stets herauszuhören: John Scofield als Gitarrist und Person - diesmal warm, verträumt, klar und ästhetisch zugleich.
Carina Prange
CD: John Scofield - "Works For Me" (Verve/Universal)
Cover: n.n.